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Peloponnes Tour - Mit der Fähre von Ancona

Nachdem mein Körper mich jede Stunde geweckt hat, weil er vermutlich dachte: „Better safe than sorry.“ packten wir im Dunkeln zusammen und fuhren auf die Autobahn. Der Kaffee aus der Thermoskanne vom Vortag war tatsächlich noch angenehm warm. Das Weihnachtsgeschenk hatte sich also schonmal sehr bezahlt gemacht!

 

Wir überschritten die Grenze ohne, dass wir jemanden gesehen hatten. Wer wollte um 04:00 Uhr morgens auch schon freiwillig einen schwarzen Jeep kontrollieren? Also Tempomat eingestellt und weiter. Wie man sich denken kann, war die Autobahn in der Schweiz leer. Gefühlt bestand die Strecke hauptsächlich aus Tunneln und schönen Landschaften. Als wir gegen 06:30 Uhr dann eine größere Pause einlegten bemerkten wir erst, dass es mit 13 Grad echt kalt ist. Die Pause war übrigens in der Nähe des Gotthard Tunnels. 17 km Tunnel bei Tempo 80 sind schon sehr meditativ.

 

Um ungefähr 07:30 Uhr überquerten wir die Grenze nach Italien bei Chiasso. Auch hier hat man uns sofort durchgewinkt. Bisher hatten wir uns also grundlos Sorgen gemacht, aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Zwei Stunden vor Ancona begann die Strecke sehr zäh zu werden. Die Autobahn ist fast ausschließlich gerade und die Landschaft recht monoton.

 

Abgesehen davon waren wir ja auch schon sehr gut 6 Stunden am fahren. Es wurden mehr Pausen einlegt. Dabei haben wir auch immer wieder Deutsche getroffen, mit denen wir ein bisschen Smalltalk betrieben haben. Alle waren froh, dass Reisen wieder möglich war.

 

Unser Ziel war es, dass wir gegen 13:30 Uhr ankommen, um dann entspannt den Check-In durchzuführen. Nichts ist schlimmer, als wenn man die Fähre verpasst.

 

Aber die Planung war gut. Passend genau standen wir am Check-In. Jetzt wurden alle Unterlagen nochmal gecheckt und überprüft. Es passte alles. Wir bekamen die Tickets und durften zur Fähre. 14:30 Uhr standen wir in unserer Schlange und sahen schon, dass ein anderes Fahrzeug unserer Tour bereits wartete. Bis zur Ankunft der Fähre hatten wir uns grundsätzlich schonmal kennengelernt. Die anderen kamen dann auf der Fähre dazu. Denn obwohl wir total müde waren, haben wir noch zusammen mit allen Teilnehmern zu Abend gegessen und uns schonmal beschnuppert. In der Koje angekommen kam der Schlaf sehr schnell. 

 

Die Reise hatte für uns nun endlich richtig begonnen und der Alltag lag nun endgültig hinter uns.